
Friedemann Söffing, Landessprecher des CAD e. V. und Vorsitzender des CSC Weimar, beim 21. Thüringer Jugendgerichtstag in Jena: Plädoyer für Prävention, Jugendschutz und einen verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis.
Berlin, 24.09.2025 – Unter dem Titel „Neue Blüten im Jugendstrafrecht? Die Folgen der (Teil-)Legalisierung von Cannabis für das Jugendstrafrecht“ fand an der Friedrich-Schiller-Universität Jena der 21. Thüringer Jugendgerichtstag statt. Der Verband der Cannabis Anbauvereinigungen Deutschlands e. V. (CAD) war durch Friedemann Söffing,Thüringer Landessprecher des CAD und Vorsitzender des Cannabis Social Club Weimar, vertreten.
Einblicke und Bilanz nach einem Jahr KCanG
Söffing hob die Bedeutung legaler Anbauvereine für Prävention, Jugendschutz und eine gesunde gesellschaftliche Kultur im Umgang mit Cannabis hervor:
Jugend- und Gesundheitsschutz fängt im Elternhaus an – an diese Eltern richten sich unsere Präventionsangebote. Die Vereine tragen zum ganzheitlichen Ansatz eines gesunden gesellschaftlichen Umgangs mit Cannabis bei.“
Abgrenzung zu illegalen Märkten
in Schwerpunkt lag auf der klaren Unterscheidung zwischen legalen Anbauvereinen und illegalen Märkten. Söffing betonte die Transparenz der Vereine sowie die zweckgebundene Mittelverwendung:
„Wenn unsere Mitglieder ihren Beitrag entrichten, wissen sie genau, dass ihre Mittel nicht in oft antidemokratische Netzwerke fließen, die sich einen Dreck um Konsumierenden-Schutz kümmern.“
Legalisierung als Chance für Prävention und Qualität
Anbauvereine stellen nicht nur eine rechtssichere Alternative zum Schwarzmarkt dar. Sie sind Partner für Prävention und Gesundheitsförderung. Durch Qualitätskontrolle, Dokumentation und die Einbindung in lokale Netzwerke leisten sie einen Beitrag zur nachhaltigen, verantwortungsvollen Umsetzung des Konsumcannabisgesetzes (KCanG).
Beitrag zum Jugendschutz durch Strukturen und Standards
- Niedrigschwellige Präventionsangebote für Eltern und Bezugspersonen
- Klare Vereinsregeln und Zugangsvoraussetzungen
- Transparente Prozesse vom Anbau bis zur Abgabe
- Kooperationen vor Ort mit Beratungsstellen und Zivilgesellschaft
Der CAD sieht in der aktuellen Rechtslage eine Chance, Jugend- und Gesundheitsschutz sowie Qualitätssicherung durch legale, transparente Anbauvereine zu stärken und damit präventiv zu wirken, statt Risiken in intransparente Strukturen zu verlagern.

